„Eigentlich“ war er gar nicht so lange als Pastor für Kirche & Tourismus sowie als Springer für Vakanzvertretungen im Kirchenkreis Harzer Land tätig: dreieinhalb Jahre waren es. Aber Jörg Uwe Pehle wird viele Spuren hinterlassen, wenn er am Donnerstag, 24. September, um 17 Uhr bei einer WortMusik in der St. Salvatoris-Kirche in Zellerfeld in den Ruhestand – und damit in den Flieger zu seinem neuen Wohnsitz Altea in Spanien verabschiedet wird. „Es ist schon ein komisches Gefühl zu gehen“, sagt Jörg Uwe Pehle ehrlich. „Es ist immer wieder beeindruckend, welche Vielfalt an Gottesdiensten und Veranstaltungen hier im Oberharz und überhaupt im Kirchenkreis stattfindet – das ist einfach großartig!“ Und das ist nur möglich, wenn Hauptamtliche und viele Ehrenamtliche an einem Strang ziehen, Verantwortung übernehmen und gemeinsam gestalten. Als Höhepunkte seien da zum Beispiel die Veranstaltung „WortMusik“ in Zellerfeld, die Wanderungen in Hahnenklee, Altenau und St. Andreasberg, das Bistro in St. Petrus Schulenberg, der Adventszauber in St. Salvatoris – der auch nach Pehles Weggang im Dezember wieder stattfinden soll – und viele andere Sachen genannt. Auch die Beteiligung des Kirchenkreises Harzer Land mit einem Stand beim Kirchentag in Hannover gehöre dazu. „Ich mag gar kein einzelnes Erlebnis rauspicken. Ich habe hier viele engagierte, herzliche Menschen erlebt, die einfach mitgezogen haben bei meinen manchmal auch etwas ungewöhnlichen Ideen. Bisschen Crossover-Ideen sammeln, und meistens klappt’s! Dabei wurde mir ein großes Vertrauen entgegengebracht – und das ist ein schönes Gefühl und eine tolle Wertschätzung!“, sagt der Tourismus-Pastor lächelnd. Zusammen mit seinem Mann Tom wird er in Zukunft in Altea an der Costa Blanca leben. Die beiden haben in dem malerischen Ort schon länger ein Ferienhaus, das nun zum Hauptwohnsitz wird, und dort bereits gute Freunde gefunden. Einige Umzugskisten sind bereits gepackt, der Rest folgt bis Oktober. Ob Jörg Uwe auch dort als Pastor tätig sein wird? Das steht noch in den Sternen. „Trotzdem nehme ich meinen Talar vorsichtshalber mal mit…“, ergänzt er lachend. Die eine oder andere Ausstellung hat es dort bereits gegeben und ist wieder geplant, vielleicht auch mit eigenen Werken. „Aber erstmal steht Spanischlernen auf dem Programm. Und nicht zu vergessen: Gartenarbeit: Ich möchte gerne eigene Orangen-, Zitronen-, Granatäpfel- und Olivenbäume pflanzen. Platz haben wir im Garten genug.“ Tja und dann wäre da noch ein Wunsch, der Jörg Uwe Pehle am Herzen liegt: „Nächstes Jahr würde ich dem Oberharz gerne als Urlaubsseelsorger einen Besuch abstatten.“ Na, da würden sich sicher viele freuen… Nun heißt es aber erstmal, zünftig Abschied zu feiern. Im Anschluss an die WortMusik am 24. September ist deshalb Zeit für Essen und Trinken und nette Gespräche.
M. Spillner