Zum Tag des Grundgesetzes haben die Leitenden Geistlichen der evangelischen Kirchen in Niedersachsen eine Erklärung veröffentlicht, in der es unter anderem heißt: „Nach unserer Überzeugung ist die AfD für Christinnen und Christen nicht wählbar.“
Ist es angemessen, wenn sich Kirche so in Politik einmischt oder sollte sie sich zurückhalten? Wo steht die Kirche in der Welt zwischen Mitgestalten und Widerspruch? Diese Frage ist auch in der Vergangenheit immer wieder diskutiert worden. Die Kirchengemeinden rund um den Lichtenstein laden zu einer Gesprächsreihe dazu ein, in der dieses Thema an drei Beispielen aus der Kirchengeschichte beleuchtet werden soll. Die Termine und Themen lauten wie folgt:
Pastor Stefan Schmidt; Donnerstag, 21. Mai, 19 Uhr, Kirche Nienstedt, An der Pfarre 6, Osterode-Nienstedt
Thema: Franz von Assisi. 1226, vor 800 starb Franz von Assisi. In einer Welt, die sich schon damals um Geld, Macht und Reichtum drehte, wollte er arm und machtlos sein.
Pastor Till Engelmann; Donnerstag, 28. Mai, 19 Uhr; Gemeindehaus Dorste, Turmstr. 2, Osterode-Dorste
Thema: Martin Luther. Vor 500 Jahren endete der deutsche Bauernkrieg. Neben die Kriegshandlungen tritt der theologische Streit zwischen Martin Luther und Thomas Müntzer. Muss der Christ der Obrigkeit in allem untertan sein?
Pastor Uwe Rumberg; Donnerstag, 4. Juni, 19 Uhr, Gemeindehaus Wulften, Tieberg 8, Wulften
Thema: Klaus Bonhoeffer. Vor gut 80 Jahren, im April 1945 wurde Klaus Bonhoeffer ermordet. Er ist der vergessene Bruder von Dietrich Bonhoeffer, für den er ein wichtiger Gesprächspartner war. Wann war der Moment da, an dem der Christ gegen die grausamen Taten der Obrigkeit aktiv Widerstand leisten musste?
Mareike Spillner