Einführung mit Segensbaum und Schirmhut

Nachricht Northeim, 13. Mai 2026

Festgottesdienst zur Einführung des Kirchenamtsleiters Tobias Grote

@C.Dolle

Seit Anfang des Jahres ist Tobias Grote der neue Amtsleiter des Kirchenamtes in Northeim und damit zuständig für vieles, was in den evangelisch-lutherischen Gemeinden der Kirchenkreise Harzer Land und Leine-Solling geschieht. In der vergangenen Woche wurde er in St. Sixti in einem gut besuchten Festgottesdienst in sein Amt eingeführt. Sechs Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker, drei Superintendentinnen und Superintendenten, zwei Vorsitzende der Kirchenkreissynoden, zahlreiche Mitarbeitende des Kirchenamtes sowie viele Vertreterinnen aus beiden Kirchenkreisen waren mit dabei, um ihm zum Start Gottes Segen zu wünschen. Mehr als 150 Gäste aus Kirche und Verwaltung, Behörden und Gesellschaft waren gekommen und feierten einen musikalischen Gottesdienst.

Als neuer Amtsleiter erhalte er „zunächst nur Saatgut statt reicher Ernte“, stellte Superintendent Jan von Lingen in seiner Ansprache fest, denn „nicht ernten, sondern säen“ stehe – passend zur Jahreszeit - auf seinem Programm. „Die Früchte oder Blüten ihrer gemeinsamen Arbeit kann man aber überall sehen“. Denn 145 Kirchen und Kapellen in den beiden Kirchenkreisen und mehr als 90000 Kirchenmitglieder in 55 Gemeinden fallen in die Zuständigkeit des Amtes. Es sei für die Verwaltung zuständig, zu denen auch 35 Kindertagesstätten, Jugenddienste, Kirchenmusik sowie Beratungsstellen der Diakonie gehören. Da Tobias Grote durch vorherige berufliche Tätigkeiten mit Kommunalverwaltung und Finanzen vertraut ist, fiel ihm der Einstieg nicht schwer und er sei durchaus schon angekommen, so von Lingen, der mit einem Augenzwinkern hinzufügte: „Die Welt müssen Sie nicht retten, es reicht, wenn Sie zwei Kirchenkreise retten.“ Dabei helfen können die zahlreichen Segenskarten, die Mitarbeitende des Amtes vorlasen und mit ihnen einen „Segensbaum“ schmückten.

Anschließend hatte der Segen, den Superintendentin Stephanie von Lingen dem neuen Amtsleiter zur feierlichen Einführung zusprach, in der Kirche eine besondere Bedeutung. Dies wurde auch in den späteren Grußworten deutlich. Zunächst lud Stefan Schäfer, Leiter des Jobcenters im Landkreis Northeim, den neuen Amtsleiter in das Treffen der Behördenleiter ein, von denen viele am Gottesdienst teilnahmen. Dann folgten gute Wünsche aus beiden Kirchenkreisen durch die Vorsitzenden aus Kirchenkreisvorstand und Kirchenkreissynode.

Es wurde schließlich ein Festgottesdienst mit einer unerwarteten Wendung, auch für Tobias Grote. Denn der Kirchen-Clowns Jo Vanni zog einen langen „Geduldsfaden“ durch die Kirche, blies einen Ballon mit guten Wünschen auf und überreichte dem Amtsleiter einen Schirm zum Schutz vor allem, was auf ihn einprasseln könnte. Tobias Grote trug beides mit Fassung und Humor, was ja vielleicht auch ein Hinweis auf seine Amtsführung ist.

 

C.Dolle