Berufswunsch: Pastor*in

Nachricht Kirchenkreis, 09. April 2026

Johanna und Dennis sind „die Neuen“ im Kirchenkreis Harzer Land

@C.Dolle

 

Johanna Eggers und Dennis Kern sind die neuen Vikare im Kirchenkreis Harzer Land. In Osterode bzw. im Oberharz durchlaufen die beiden die zweite Ausbildungsphase auf dem Weg in Pfarramt. Beide haben zusammen in Göttingen ihr Examen gemacht, jetzt sind sie in den Gemeinden tätig, weil sie ihren Berufswunsch als Pastorin bzw. Pastor verwirklichen.

Johanna kommt aus der Südheide, ist der Liebe wegen in den Harz gezogen. Dennis kommt aus dem nördlichen Vorharz, kennt die Region also. Er ist durch Kindergottesdienst, Konfirmandenunterricht und ehrenamtliche Jugendarbeit zu seinem Berufswunsch gekommen. Kirche hat er als wichtigen Baustein im Sozialgefüge kennengelernt. „Als Kind wollte ich ins Freundebuch immer schreiben, dass ich gerne Nonne werden will“, erzählt Johanna. Sie fand klösterliches Leben damals faszinierend, wollte zwischendurch Lehrerin werden, entschied sich dann aber für die Theologie.

„Es ist ein Beruf, in dem ich meine Gaben einbringen kann“, führt sie aus, „in dem ich sozial arbeiten kann und und auch kreativ sein.“ Durch das Predigerseminar fühlte sie sich bestätigt, ist jetzt gespannt auf all die Aufgaben in der Gemeinde und die Strukturen im Kirchenkreis. „Es ist eine Mischung aus erst einmal mitgehen und angucken, aber auch selbst erste Schritte machen“, erläutert Dennis. Sie arbeiten an ihren ersten Predigten, übernehmen nach und nach mehr Aufgaben, sind also mittendrin.

Wichtig ist beiden, Menschen mitzugeben, dass sie sich nicht von unserer „Multikrisenzeit“ einschüchtern lassen, sondern aufzuzeigen, dass es immer auch Lichtblicke und im persönlichen Umfeld viel zu gestalten gibt. „Ich möchte den Menschen vermitteln, dass Glaube Halt geben kann, auch in schwierigen Zeiten“, formuliert Dennis, worin er seine Aufgabe sieht.

Den Harz als Region bzw. den Kirchenkreis Harzer Land finden sie tatsächlich spannend, weil kirchliche Arbeit hier besonders vielschichtig und abwechslungsreich ist. Sie erleben hier viele unterschiedlichste Angebote und Menschen, was sie sehr schätzen. Gerade die Weitläufigkeit im Oberharz, aus der heraus auch vieles entsteht, was verschiedene Menschen an Kirche bindet, schätzt Dennis. Johanna war auch wichtig, innerhalb der Hannoverschen Landeskirche zu arbeiten, weil diese in vielen Dingen sehr aufgeschlossen ist. „Der Harz ist sehr viel schöner als sein Image“, sagt sie.

 

Außerdem bieten beide auf Instagram Einblicke in ihre Tätigkeit, was sicher spannend zu verfolgen ist: https://www.instagram.com/vikariharz_geschichten

Christian Dolle