Zum Beginn des Kirchenkreisempfangs im Harzer Land hallten mitreißende Percussion-Sounds durch die Schlosskirche. Die Trommler*innen der Harz-Weser-Werke läuteten den Abend ein, wobei das Läuten ja nun gerade an diesem Abend nicht stattfand. Etliche Vertreter aus Kirche, Politik und Gesellschaft waren eingeladen, um sich der sozialen Seite von Kirche zu widmen.
Christiane Hemschemeier, Vorsitzende der Kirchenkreissynode, und Superintendentin Ulrike Schimmelpfeng begrüßten die Gäste und erläuterten, dass Diakonie sehr viel mehr ist als häusliche Pflege und viele Arbeitsbereiche im Kirchenkreis umfasst. „Es sind Hilfsangebote, die man oft nicht sieht“, erläuterten sie den Grund für diesen Schwerpunkt.
Sichtbar gemacht wurde die diakonische Arbeit zwischen Oberharz und Eichsfeld in einem Film von Mareike Spillner und Cara Dörpmund, der auf einer großen Leinwand gezeigt wurde und Einblicke in die Arbeit des Besuchsdienstes, der Suchtberatung, der Tafel, des diakonischen Werks, der Flüchtlingssozialarbeit und einiger anderer bot. Ehren- und Hauptamtliche kamen zu Wort und erläuterten nicht nur was, sondern auch aus welcher Motivation heraus sie es taten.
Vertieft wurde dieser Einblick in einer Podiumsdiskussion mit Conrad Finger, Dezernatsleiter für Jugend, Bildung, Kultur und Soziales beim Landkreis Göttingen. Khulood Al-Shraideh (Flüchtlingssozialarbeit), Rieke Miessalla (Fachstelle für Sucht und Suchtprävention, Svenja Rudloff (Diakonisches Werk) und Sylvia Henkel (Tagespflegen im Kirchenkreis) sprachen mit ihm über ihre Arbeit, über Schnittstellen zur Verwaltung und auch über manche Punkte, an denen es ihrer Meinung nach besser laufen könnte. Conrad Finger erläuterte die Perspektive des Landkreises und nahm auch einiges aus diesem Austausch mit.
Am Ende wurde das Networking bei Snacks und Getränken in persönlichen Gesprächen vertieft, denn eine der Grundlagen sozialer Arbeit sind auch immer die Kontakte zu denjenigen, die an jenen Stellen weiterhelfen, an denen der eigene Wirkungsbereich endet. Für die Anwesenden war es somit ein wertvoller, bereichernde, aber auch entspannter Abend in dem Wissen, dass in der Region sehr viele Menschen gut zusammenarbeiten.
Christian Dolle